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Urlaubsbericht von Matthias (Ausführliche Fassung)

PostDateIcon Samstag, den 16. Juni 2001 um 00:00 Uhr | Drucken
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Grand Hotel 01.06.2001 - 08.06.2001

Da das Meiste bereits beschrieben wurde, halte ich mich kurz und in Stichpunkten.

Veranstalter: FTI Touristik

  • Die Reiseleiterin vor Ort ist eine Pfeiffe. Ihre Vortrag klingt auswendig gelernt und langweilig.
  • Sie ist jeden Morgen und Abend da (Zeiten auf Aushang neben Shop im Hotel)
  • Ausfluege muss man gleich beim buchen bezahlen - Bar oder mit Kreditkarte (kein American Express)
  • am besten zahlt man in Aegyptischen Pfund, da FTI einen guenstigeren Wechelkurs hat und sie alles in DM zurueckrechen
  • Preise fur Ausfluege sind bei allen gleich - einzige andere Moeglichkeit bei lokalen Anbietern (aufwendig)

Fluggesellschaft: flyFTI

  • vorher besser Platz reservieren (ich sass 4,5 Stunden von meiner Frau getrennt - scheiss Urlaubsbeginn)
  • Flieger sind sehr klein und eng
  • Essen ist gut
  • Videofilm (Kopfhoerer vom Walkman mitnehmen), Zeitungen werden beim Boarding verteilt.

Hotel:

  • tolle Parkanlage
  • Pools OK
  • Strand OK - Achtung: Handtuchkarten nicht verlieren und jeden Abend wieder geben lassen
  • Essen
    • ist etwas fade und die Auswahl eher gering
    • HP nur noch im Swan (hat uns besser gefallen) und im Royal Palm moeglich, Grand Ressort hat jetzt eigene Restaurants
    • Salate vermeiden, da mit Nilwasser gewaschen - Durchfallgefahr
  • sehr sauber, besonders wenn man gleich am ersten Tag dem Putzmann persoenlich sein Trinkgeld gibt. Unser Zimmer wurde zweimal taeglich gereinigt und abends das Bett aufgeschlagen
  • Animation wird von einer italienischen Truppe durchgefuehrt
    • Tags: Volleyball, Wassergymnastik, Boccia, Wasserball
    • Abends: Shows, auf der Hotelterasse sehr gute Jazzsaengerin
  • Safe zentral im Hauptgebaeude - kostenlos

Unterhaltung ums Hotel

  • in den Supermaerkten 2 Pfund fuer Wasser und 4 Pfund fuer Cola geben als waere es das Natuerlichste auf der Welt. Sonst koennten die Sachen schnell teurer werden.
  • Alkohol ist nur in den Lokalen zu erhalten und ist dort etwas guenstiger als im Hotel
  • Vor der Jungle Disco ist auch eine gute Saengerin
  • Sonst ist nur Ramsch oder Tattoo's zu erhalten
  • Fuer die, die selbst im Urlaub in einem fremden Land "deutsch" sind: Bei Anna gibt es Currywurst

Ausfluege

  •  
    • ca. 9.00 - 16.30 Uhr
    • Boote sind OK - Mittagessen auch
    • Lieber eigenen Schnorchel und Brille mitnehmen - Leihgeraete sind ziehmlich eklig
    • die 3 Stellen an denen man schnorcheln kann sind toll
    • leider sind die Korallen tot aber viele Fische in allen Farben und Groessen
    • haette Giftun Palmen saehe es aus wie in der Barcadi Werbung
    • bitte keine Korallen abbrechen oder auf den Riffen spazieren gehen, wie es einige Deutsche Touristen gemacht haben. Es ist sowieso schon fast alles kaputt wegen solcher Idioten.
    • ca. 5.30 - 22.00 Uhr - Weckdienst ordern (funktioniert sehr gut) - Fruehstueck ab 4.30 Uhr - Abendessen ab 22.00 Uhr bis Mitternacht
    • Bus sehr gut
    • Busfahrer haette gute Chancen in der Formel eins. Da die Fahrt zum Groestenteil im Konvoi geht, hat er sich bis ganz an den Schluss zurueckfallen lassen und dann all 50 - 60 Fahrzeuge ueberholt. Es ging teilweis mit ueber 120 kmh ueber gut ausgebaute Strassen. Der Konvoi macht morgens und abends an der gleichen Stelle halt. Somit wird die Fahrt in die Laenge gezogen.
    • Reiseleiter erzaehlt auf der Hinfahrt einiges ueber Aegypten und Luxor
      • Tal der Koenige
        • sehr heiss (47 Grad im Schatten - es gibt keinen Schatten)
        • kleiner als vorgestellt
        • man sieht 3 Graeber und erfaehrt einiges ueber Hyroglyphen, die Pharaonen und die Geschichte Aegyptens
      • Alabasterfabrik - Verkaufsfahrt (Reiseleiter und Busfahrer erhalten eine Provision von denen) - teuer
      • Fahrt auf dem Nil
        • ruhig und schoener Ausblick
      • Mittagesse in einem Restaurant - im Preis
        • schlecht - Getraenke teuer
      • Karnak Tempel
        • sehr beeindruckend
        • Highlight des Ausflugs
      • Papyrus Museum (siehe Alabasterfabrik)
        • kurzer Vortrag ueber die Herstellung
        • Kaufmoeglichkeit - teuer
      • wir haben uns in einem Nebensatz gegenueber dem Reiseleiter negativ ueber das Mittagessen geaeussert. Vielleicht gab es deswegen einen Cheesburger von McDonalds. Ich bin eigentlich kein Fan davon, aber an diesem Tag war es das reinste Manna.
    • Kairo soll sehr anstrengend sein - nur geeignet bei 2 woechigem Aufenthalt oder als 2 Tages Tour
    • Sharm El Naga (oder so aehnlich) - sehr schoene Schnorcheltour
    • Wuestensafari - ganz OK
    • Kloster - Wanderschuhe mitnehmen
    • Ausflug zu den Beduinen mit Bauchtanz - kann man getrost vergessen
  • Giftun - absolutes Muss

    Luxor - empfehlendswert

    restliche Ausfluege (nur vom Hoerensagen)

Tipps

  • am Flughafen kommen die Koffertraeger und versuchen einem den Koffer teilweise mit Gewalt aus der Hand zu reissen. Hier hilft nur boese gucken, ein entschiedenes NO! und den Koffer gut festhalten.
  • Im Tal der Koenige versuchen sie einem alles moegliche anzudrehen. So bald man nur hinschielt hat man verloren. Man muss hier fuer Fotographieren ohne Blitz in den Graebern extra zahlen. Haelt man sich nicht daran bekommt man riesen Aerger und es wird teuer. Auch das Gram von Tutench Amun kostet und es ist nichts zu sehen. Daher Geld lieber im Bus lassen!
  • Im Karnak Tempel wollen sie Euch einen guten Platz fuer Foto's zeigen und dafuer natuerlich Bakschisch
  • Waehrend der Giftun Fahrt gibt es ein Mittagessen mit einem Freigetraenk. Dies wurde vorher angekuendigt. Zur Mittagszeit stand dann einer mit einem Eimer voll Eiswuerfel und darin gekuehlten Getraenken an Bord und jeder nahm an, dies waere das Freigetraenk - denkste kostet 5 Pfund fuer eine Dose 0,33 Liter und auf einmal steht man mit zwei Getraenken da. Lieber etwas vorher im Supermarkt gekauft und mitgenommen
  • Da es mir gerade einfaellt: Es ist offiziell gestattet Getraenke von ausserhalb mitzubringen und in der Minibar zu deponieren
  • Gegen Durchfall schon in Deutschland in einer Apotheke beraten lassen. Wie schon mehrfach beschrieben (siehe Bericht von Martin) hat der Apotheker so viel Ahnung von Medikamenten wie eine Kuh vom Fischgraeten stricken. Immodium helfen definitiv nicht
  • Aufgrund sturmartigen Windes konnten wir leider nicht surfen. Die Surfschule macht aber einen guten Eindruck. Preise kann man wohl aushandeln (rechnet mit ca. 80 DM pro Tag fuer ein Leihbrett mit Zubehoer / Surfschein notwendig). Die Kurse sind teurer als zum Beispiel in Spanien oder sogar in Deutschland. Um 13.00 Uhr kann man taeglich einen kostenlosen Schnupperkurs machen.
  • Fuer die Tauchschule gilt aehnliches. Die bieten auch taeglich einen Schnupperkurs in einem der Pools an.
  • Selbst Leute, die sonst nicht schnorcheln, sollten dies hier tun. Ausruestung in Deutschland kaufen (max. 100 DM)
  • Die Aegypter betteln und schicken dabei auch noch ihre Kinder vor. Hart bleiben!!
    kleine Geschichten hierzu:
    • In der Naehe des Tal der Koenige ist ein Dorf. Es sieht aus wie die Slums in Rio oder Mexiko City, die man aus den Nachrichten kennt. Hier wohnen die Nachfahren der Grabraeuber. Diese Menschen sind zum grossenteil (US-Dollar-)Millionaere. Dennoch wollen sie nicht wegziehen, obwohl die Regierung ihnen ein neues modernes Dorf gebaut hat. Sie hoffen darauf weitere Graeber zu finden. Damit ihre Kinder nicht auf dumme Gedanken kommen, schicken sie sie betteln.
    • Auf der Fahrt nach Luxor sieht man Strassenrand die Huetten der Bauern. Diese sehen genauso aermlich aus. Die Aegypter bauen nur ihre Haeuser nicht fertig, damit sie keine Steuern dafuer bezahlen muessen.
    • Am Flughafen von Hurghada bei der Abreise steht da ein Mann, der die Aufkleber mit dem Strichcode fuer den Zielflughafen aufklebt. Bevor er dies tut, zeigt er auf ein 2 Mark Stueck in seiner Hand und bekommt von fast jedem etwas, weil alle Angst haben, das sonst ihr Koffer ausversehen "vergessen" wird. Rechnet selber bei 500 abreisenden Touristen taeglich. Der arme Mann!
  • Wenn man Glueck hat, ist der Dutyfree Shop offen. Bei uns war er es nicht (man kann nur innerhalb der ersten 24 Stunden Zollfrei einkaufen). Ohne Dutyfree muss man entweder auf Alkohol verzichten oder zahlen.
  • Das Aegyptische Bier schmeckt ganz ordentlich und beim Wein ist der Obelique zu empfhelen (kaltbestellen - sonst hat er Aussentemperatur - 30 Grad).
  • Fuer Frauen mit blonden Haaren, die ohne maennliche Begleitung reisen habe ich nur den Tipp:
    • seit unfreundlich oder faerbt Euch die Haare. Die Aegyptischen Maenner rennen Euch sonst hinterher. Die erste Frage, wenn ich mit meiner Frau irgendwo aufgetaucht bin war:"Is this your wife" "Yes". Dann hatten wir ruhe. Wir haben eines Abends in einem der Lokale bei den Hotels zwei Maedels getroffen. Die eine war blond und konnte keine Englisch, die andere dunkelhaarig. Der Kellner hat sich an die Blonde rangemacht, dass es nur so gescheppert hat und die Dunkle musste uebersetzen. Er hat aber nur die Blonde angesehen und angesprochen, die andere war Luft und nur der Dolmetscher.
  • Telefonkarten gibt es in jedem Supermarkt, Telefone dagegen sind rar. Wo heute noch eines war ist morgen keines mehr. Ich weiss nicht, ob die Dinger geklaut werden oder ob die Telefongesellschaft die abbaut. Am meisten Telefone haben wir von der gruen/gelben Gesellschaft gefunden. Vom Hotel zu telefonieren sollte man im Hinblick auf die Urlaubskasse lieber lassen. Hier wird gezaehlt, sobald man die 000 gewaehlt hat. Auch wenn man garnicht telefoniert hat, wird einem ein Gespraech von 3 Minuten in Rechnung gestellt. Danach wird pro angefangene Minute abgerechnet. Die Minute kostet 11 Pfund. Man zahlt also pro Anruf mindestens 33 Pfund. Da man davon ausgehen muss, dass vom waehlen der 000 bis zum Aufbau der Verbindung bereits 1 bis 2 Minuten vorbei sind, kann man sich denken wie teuer so ein Telefonat werden kann. Zu unserer Zeit war 1 Pfund 61 Pfennige. An der Telefonzelle zahlt man nur fuer das tatsaechliche Gespraech und wenn man auf die Fahne fuer den Sprachwechsel drueckt, nachdem man gewaehlt hat, kann man sogar laenger reden.

Bitte entschuldigt eventuelle Rechtschreibfehler. Ich habe den Bericht schnell waehrend meiner Arbeitszeit in den Pausen verfasst.

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