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Urlaubsbericht meines zweiten Grand Resort Urlaub im Dezember 2002

PostDateIcon Sonntag, den 15. Dezember 2002 um 00:00 Uhr | Drucken
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So, nun endlich finde ich mal wieder ein paar Minuten Zeit, um meine Eindrücke des zweiten Grand Resort Urlaubs nieder zu schreiben. Da es inzwischen so viele, sehr gute und sehr ausführliche Berichte gibt, möchte ich diesmal eher auf die Veränderungen in Bezug auf meinen ersten GR Urlaub eingehen.

 

Urlaubsvorbereitung:
Eigentlich war wieder ein zweiwöchiger Urlaub geplant, doch private Verpflichtungen machten eine Planung im vorraus unmöglich. Deshalb mußte es wieder Last-Minute in die Sonne gehen. Diesmal bin ich mit meiner Freundin geflogen, und wir wollten eigentlich über Weihnachten im GR residieren, jedoch waren die Preise für zwei Wochen (einschlißlich Weihnachten) so unverschämt teuer, das wir doch nur die Woche vor Weihnachten gebucht haben. Günstig war es jedoch trotzdem nicht, aber das lag warscheinlich daran, daß ich das erste mal für 2 Wochen GR (mit Junior Suite) nur 750 DM (!) bezahlt habe.

Diesmal habe ich pro Person 400 € zuzgl. 30 € Aufschlag für die Junior Suite bezahlt. Hätten wir die Weihnachtswoche noch mitgebucht, so hätten wir 990 € (!!!!!) pro Person zahlen müssen, was ich dann doch recht unverschämt fand.

Alternativ hatten wir noch die möglichkeit eine Glücksreise für 300 € pro Person zu buchen, wobei drei ETI Hotels zur Auswahl standen: Das Grand Resort, das Grand Hotel, und noch ein drittes (welches weis ich leider nicht mehr). Der Mensch vom Reisebüro meinte sogar, das man zu 99% ins GR oder GH kommen würde, da das dritte nur so eine Notlösung sei, wenn alles andere ausgebucht wäre, denn das dritte Hotel war ein ALL-Inclusive Hotel. Allerdings wollten wir uns auf so eine Glücksreise nicht einlassen.

Gebucht haben wir übrigens wieder direkt am Flughafen Frankfurt. Dort muß man zwar etwas Zeit und Geduld mitbringen, aber man kann die Preise direkt miteinander vergleichen. Der Reiseveranstalter war ETI. Der Verkäufer war zwar von FTI, aber er hat selbst zugegeben, daß FTI teurer sei, und so hat er uns eben ETI verkauft.

Bei den Fliegern konnten wir uns aussuchen, ob wir die LTU oder die Aero Lloyd nehmen wollten. Das die Aero Lloyd etwas bessere Flugzeiten hatte, haben wir uns für diese Maschiene entschieden.

Der Flug:
Der Flug ging nachmittags war am 14.12.02 um 17:45 Uhr. War zwar recht doof, da man so den ersten Tag total versäumt hat, jedoch ging dafür der Rückflug erst am 22.12.02 um 00.15 Uhr. So hatte man dann wenigstens den 21.igsten noch voll zur verfügung. Außerdem genießen ETI Kunden den Late-Check Out, sprich: Man muß nicht vormittags das Zimmer geräumt haben, sondern kann bis zum schluß im Zimmer bleiben.

Die Ankunft (die große Enttäuschung):
Gelandet sind wir 23.15 Uhr (dortige Ortszeit = +1 h). Danach ging es in die Ankunftshalle, wo das Chaos losging. Ein Mensch von ETI brüllte was durch die Halle, was jedoch nur die wenigsten verstanden. Irgendwann hat man bemerkt, daß man sich an einem Schalter für das Visum anstellen muß. Nach recht langer Zeit bemerkte man dann, das alle von dem Schalter mit einem Fomular zurück kamen. Nun gut: irgendwann hatten wir so ein Forular, füllten es soweit es ging aus (viele Sachen haben wir nicht verstanden, was die da von uns wollten, und wir habens einfach frei gelassen). Danach wieder an den Schalter anstellen, und sich das Visum in den Pass einkleben lassen.

Danach suchte man wieder einen ETI Typ, der einem die Busnummer mitteilte. Was recht Vorteilhaft ist, wenn man Nachts ankommt ist, daß keine Typen da sind, die einem die Koffer tragen wollen und diese einem förmlich aus den Händen reisen.

Im Bus wurden dann die 25 Euro für das Visum kassiert. Dieses kann man zwar auch in Deutschland auf der Botschaft für weniger Geld bekommen, jedoch dem Typen von ETI klar machen, das man das Visum schon in Deutschland gekauft hat, dürfte recht anstrengend sein.

Auf der ca. 10 min. Busfahrt (der Bus fährt sehr langsam), bekommt man noch schnell die Wichtigsten Infos eingetrichtert.

Am Grand Resort angekommen ließ uns der Bus direkt vor dem "neuen" Haupteingang aussteigen. Damals (1999) war dies alles noch unbebautes Land. Danach ging es durch den Eingang in die Empfangshalle. Hierzu mußte man allerding durch einen Metalldetektor (wie auf einem Flughafen), was ich als etwas ... na,ja ... empfand. Im laufe der Zeit bekommt man aber mit, daß das Ding nur zur Show da ist, und den Leuten ein Sicherheitsgefühl vermitteln soll. Kontrolliert wird niemand, egal wie laut das Ding piepst. Die Empfangshalle war für mich auch ganz neu, da es diese 1999 auch noch nicht gegeben hat. An der Rezeption vorbei gelangt man dann in die Lobby, wo in der Mitte meistens ein Klavier stand. Unangenehm ist jedoch, das die Lobby total verraucht war/ist. Dazu muß ich sagen, daß ich selbst jahrelang sehr viel geraucht habe, und jetzt (nachdem ich aufgehört habe) ein sehr toleranter Nichtraucher bin. Jedoch war der "Nebel" in der Lobby teilweise so ätzend, daß mit die Augen tränten.

Wie auch immer: Der Reiseleiter trommelte uns rund um das Klavier zusammen, und las jeden Namen von seiner Liste vor. Wenn man aufgerufen wurde, mußte man zu Ihm, und bekam das nächste Formular. Es kam mir ein wenig wie bei der Bundeswehr vor: "Gefreter xy, bitte vortreten". Das Formular füllte man aus, und ging dann damit zur Rezeption, wo man wieder anstehen mußte. Dann hatten wir endlich unsere KeyCards, und konnten auf unser Zimmer.

Der Mann an der Rezeption sagte uns jedoch nicht, in welche Richtung wir zu unserem Zimmer laufen mußten, und da ich ja schon mal im GR da war, dachte ich, bräuchte ich auch keine Wegbeschreibung, ich würde unser Zimmer schon finden.

Dann kam der Schreck, das GR ist so groß geworden, daß ich nach kurzer Zeit doch aufgegeben hatte, und einen Angestellten in einem der langen Flure nach unserer Zimmernummer angesprochen habe. Dieser lief dann immer vor uns her. Dann stand irgendwann der nächste GR Mitarbeiter im Flur, und wir wurden an ihn "übergeben". Ich kam mir echt vor wie beim Staffellauf. Wir rannten eine ewige Zeit durch den neuen Trakt des GR, vorbei an dutzenden von Türen, bis meine Freundin mich irgendwann Fragte: "In was für eine Bettenburg hast du mich denn hier Abgeschleppt???", und genau so empfand ich es auch, als riesige Bettenburg, wo ein Zimmer nach dem anderen kam.

Am Zimmer angekommen, mußten wir feststellen, daß unsere KeyCards nicht richtig programmiert wurden. Also den ganzen Weg zurück, wieder an der Rezeption anstellen, Karten neu programmieren lassen, und wieder den ganzen Weg an den vielen vielen Türen und durch lange Gänge zurück.

Am Zimmer angekommen, stand schon der Koffermann, der schon auf uns wartete. Er hätte ja eigentlich die Koffer nur abstellen brauchen, aber nein, er wartet natürlich um sein Bakschisch abzusahnen.

Vom Zimmer war ich dann ein wenig enttäuscht. Ich dachte, die Junior Suiten hätten alle diesen tollen runden Balkon, so wie ich ihn in 1999 hatte, aber irgendwie hatten wir ein recht kleinen Balkon, direkt über einem unfertigen Pool.

Unsere Zimmernummer war übrigens die 3234. Also der Trakt ganz rechts (siehe Lageplan), im 1. Stock.

Auch die neue Anlage finde / fand ich jetzt nicht so schön, wie die alte Anlage, die ich von 1999 her kenne. Von daher war ich auch von der Aussicht wieder enttäuscht, obwohl auch die neue Anlage sehr schön beleuchtet ist.

Erschreckend waren auch die vielen kleinen Kärtchen im Zimmer, die die ganzen Verbote aufzählten: "Nimm keine Handtücher aus dem Zimmer, hänge keine Wäsche zm trocknen auf den Balkon, ziehe dich zum essen nicht zu freizügig an....". Im nachhinein stellten wir aber fest, das die meisten "Regeln" berechtigt waren.

Der erste Tag:
Am nächsten Morgen suchten wir dann erst einmal das Restaurant zum Frühstücken, denn niemand hatte uns mal gesagt, wo wir Frühstücken konnten. Diesmal nahmen wir aber gleich den erst besten Ausgang, und wir mußten feststellen, das der Weg quer über das Gelände wesentlich kürzer (und vorallem schöner) ist, als wenn man durch das komplette Gebäude läuft. Von daher legte sich dann der erste (schlechte) Eindruck nach kurzer Zeit wieder.

Nach und nach haben wir dann das komplette Areal "erobert", und ich war überwälltigt, wie groß doch alles geworden ist.

 

Negatives:
Wie schon gesagt, will ich nicht jedes Detail nochmal schreiben, deshalb schreibe ich jetzt nochmal alles zusammen, was ich als negativ empfand:

  • Rund um die Pools herrum wurde man täglich mit Musik begückt. Leider hatten die Jungs immer nur die gleiche scheibe aufgelegt, und mit der Zeit nervte es nur noch.
  • Es gibt jetzt einige Gebäudeteile mit echt schlechter Lage (Teile der 1000er Zimmer). Dies gab es damals gar nicht. Damals gab es nur Zimmer mit Aussicht auf den Pool. Jetzt gibt es auch Zimmer ohne Poolblick.
  • Auf den Tagestouren wird das mit der Abzocke immer professioneller. Hier nochmal schnell zum Alabastaladen, da nochmal in den Papyrosladen. Und überall kaufen die Leute zeug, und wundern sich 5 min später warum sie das gekauft haben. Viele (gerade die Frauen) kaufen den Ägyptern nur die Sachen ab, damit die Ägypter sie endlich in Ruhe lassen. Also: Hart bleiben, und bestimmend ablehnen.
  • Am Stand gab es trotz der Wintermonate doch recht viel Animation, was leider gar nicht unser Fall ist. Stündlich liefen die Jungs und Mädels durch die Reihen und schrien "Volleyball, Fußball, Wassergymnatstik......". Das nervte irgendwann auch.
  • Die neu eingeführten Handtuchmarken. Jede Person bekommt beim Einchecken eine Handtuchmarke, die man morgens gegen ein Handtuch tauschen kann, und abends bei abgabe des Handtuchs wieder zurück bekommen hat.

Positives:
Natürlich war nicht alles schlechter, sondern es gab auch vieles erfreuliche:

  • Das Grand Resort hatte nämlich 1999 noch keine eigenen Restaurants, so daß man immer ins Grand Hotel rüber mußt, wo es dann zu recht langen Wartezeiten gekommen ist.
  • Die Preise für Getränke sind bei der Minibar fast genauso, wie die Preise in der Grand Mall, so das sich das mitbringen von Getränken nicht wirklich lohnt. (1999 gab es noch keine Minibar, da waren alle Kühlschränke auf den Zimmern leer, und man konnte seine eigenen Geränke kühlen).
  • Dadurch, das alles so groß geworden ist, hat man mehr abwechslung. Heute mal der Pool, morgen der, am dritten Tag an den Strand.....

Wetter:
Im Gegensatz zu meinem ersten Ägyptenuralaub im Hochsommen, waren diesmal im Dezember die Temperaturen richtig angenehm. Allerdings herrschte immer (meistens) ein guter Wind, so das es dann teilweise etwas kühl wurde.

Zum schwimmen fand ich es jetzt nicht wirklich angenehm, und die Temperaturen waren von Pool zu Pool unterschiedlich.Viele ließen sich aber nicht vom schwimmen abbringen, und so schwammen wir auch ein paar Runden. Nur im Meer, da war es mir dann definitiv zu kalt.

Für die Luxor-Fahrt war das Wetter aber optimal!!!! Gerade im Tal der Könige kann man sich im Hochsommer vor Hitze nicht mehr retten, und erwartet sehnsüchtig die Heimfahrt. Diesmal konnte man die Tour richtig genießen und hörte sogar dem Reiseleiter zu (weil man nicht ständig auf der suche nach Schatten war).

TIP´s:

  • In Ägypten gibt es viele bettelnde Kinder. Wenn man denen eine Freude machen will, dann schenkt man Ihnen einen Kugelschreiber, Kaugummis oder Bonbons. Darüber freuen sie sich am meisten.
  • Kugelschreiber sollte man sowieso immer dabei haben, gerade bei Ankunft muß man ständig was ausfüllen. Im Restaurant kann man die Getränke auf´s Zimmer schreiben lassen. Vorm gehen muß man dann nur die Zimmernummer eintragen, und unterschreiben (also auch wieder Kugelschreiber)
  • GELD: Ich muß zugeben, daß wir für die eine Woche kein einen Cent in Ägyptische Pfund (LE) getauscht haben. Überall haben wir uns mit Euros "durchgeschmuggelt", nur beim Mittagessen der Luxortour mußte uns eine Mitreisende mit Pfund aushelfen. Tip von mir: Lieber ein paar Pfund besorgen, sonst muß man immer vorher fragen, ob die Leute Euro´s nehmen.
  • GELD: Immer darauf achten, daß man kleine Scheine hat, um möglichst überall passend zahlen zu können.
  • Wenn man aus dem Haupteingang auf die Grand Mall geht, auch mal links rum gehen!!! Sieht erst unbewohnt(bebaut) aus, jedoch gibt es dort auch noch ein paar Lädchen.
  • Auch im Winter sollte man sich mit Sonnencrem eincremen. Ich schlaubi wollte natürlich den großen spielen, was mich am zweiten Tag mit Sonnenbrand bestrafte (Sonnenbrand im Winter - na toll!).
  • Wenn man als Frau mit Aufdringlichen Männern zu kämpfen hat, so sollte man einfach den Mann erwähnen. Sollte das nicht reichen, einfach von den eigenenen Kindern erzählen, das hilft immer! Für die Ägypter gibt es nämlich nichts heiligeres, als Kinder.
  • Wer nach Ägyten reist, sollte die dortige Kultur respektieren, und sich z.B. auch in punkto Kleiderordnung ein wenig nach den Ägyptern richten. Es gibt ja nichts schlimmeres, wie die Touris, die in kurzen Shorts und Muskelhemd zum abendessen gehen. Es muß ja kein HugoBoss Anzug, oder ein Abendkleid sein, aber so ein bischen..............

Schlußwort:
Ich hoffe, daß ich jetzt denjenigen, die Ihren Uraub noch vor sich haben, nicht Angst gemacht habe.

Ich möchte deshalb nochmal ausdrücklich betonen, daß ich wieder eine wunderschöne Woche Urlaub im Grand Resort verbracht habe, und das sich der Eindruck von wegen "Bettenburg" schnell wieder gelegt hatte.

Warscheinlich war ich im ersten Moment nur so enttäuscht, weil ich die Meßlatte für diesen Urlaub zu hoch gelegt hatte. Ich wollte gerne den Urlaub von 1999 toppen, was aber schon beim Preis scheiterte. Dann kam noch hinzu, daß ich extra die Junior Suite gebucht hatte, was nicht wirklich viel brachte, außer das das Zimmer etwas größer war (aber wann ist man schon im Zimmer, und wozu braucht man zu zweit so viel Platz?). Der Urlaub von 1999 war damals ein echtes MEGA-Schnäppchen, in einem super Hotel, mit geilem Zimmer. Sowas war einfach nicht mehr zu toppen.

Alles in allem würde (werde!) ich aber wieder ins Grand Resort fliegen. Das nächste mal jedoch wieder für 2 Wochen, da eine Woche entscheidend zu kurz ist.

Ich hoffe, euch hat dieser 2. Urlaubsbericht ein wenig geholfen / gfallen. Fragen zum Bericht, Anregungen, Kritik, Rechtschreibfehler bitte an meine Mailadresse. Allgemeine Fragen bitte zuerst ins Forum posten, da ich mich vor Mails im moment nicht mehr retten kann.

Viele Grüße,

Sven de Jongh

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