Reisebericht von Thomas A. vom Grand Resort
Mit Thomas A hatte / habe ich regen mailkontakt bezüglich Ägypten. Nachdem er von seinem Urlaub aus dem Grand Resort zurückgekommen ist, hat er mir in mehreren Mails schöne Berichte aus Ägypten geschrieben. Mit seiner Erlaubnis stelle ich Ihnen allen diesen super Bericht hier zur verfügung. Falls Sie noch fragen an Ihn haben, hier ist seine Mail.
Nun zu seinen Mails:
1. Mail:
Die Anreise fing schon richtig wie LAST MINUTE an. Wir sollten um 23.50 Uhr am Ostersonntag von Berlin-Schönefeld fliegen. Das ist so eine gute Stunde von uns entfernt, wir wohnen im Norden von Berlin, Schönefeld ist ganz im Süden Berlin's. Auf der Anzeigentafel blinkt uns um 21.30 Uhr ein freundliches DELAYED entgegen. Und ganz klein ist die Uhrzeit 05.30 zu sehen. Merde. Aber, ach wie toll, wir bekommen Gutscheine für Mövenpick im Werte von jeweils DM 15,00. Mann, da kann man ja richtig viel..... oder wenigstens nen Kaffee und ein Stück Kuchen kriegen. Entgegenkommenderweise sollte dann der Check-In schon um 03.00 Uhr anstatt erst um 03.30 Uhr geöffnet werden. Und dann schlug die geballte Wut des urlaubsreifen Mobs den Servicekräften entgegen. Schwups, war der Check-In schon um 22.30 Uhr offen, wir ganz vorne, da der Pöbel sich seine Wunden lecken mußte oder Bewunderung bei seinen Mitfliegern suchte. Zack, wir waren eingecheckt, nochmal alle zu uns, ein bißchen quatschen und gammeln und pünktlich um 05.00 Uhr am Flughafen. Wir flogen mit der MIDWEST-AIRLINE, eine ägyptische Linie. Es war ein sehr guter Flug, leider gab es keinen Hamburger einer bekannten Fast-Food-Kette, leider. Lustig war auch, einmal wurde man mit Getränken bedient, dann mußte man nach hinten gehen und sich was holen. Ich habe dies leider viel zu spät bemerkt, denn 1. mußte ich dringend die Hände waschen und 2. hatte ich Durst. Aber als alle immer nach hinten gingen, dachte ich, die gehen alle aufs Klo, so blieb ich brav sitzen. Die Landung war prima. Das Chaos in der Halle, die Visakleber, diese elendigen Zettel zum Ausfüllen, dann die Kofferträger in der Halle, vor der Halle, am Bus, im Bus (ne, da dann doch nicht mehr), konkret Abenteuer. Und oberlustig war, 2 der Kofferträger, die mir ständig mit Markstücken vor der Nase rumfuchtelten, aber auch kein Bakschisch bekamen, waren Gärtner im Grand Resort, die waren vor uns schon wieder im Hotel, ja, der Bus fuhr extrem langsam, damit der Reiseleiter die Visagebühr kassieren konnte. will be continued
2. Mail:
Unser Zimmer befand sich im 1.OG des zweiten, zu unserer Zeit noch im Bau befindlichen Traktes des Hotels. Dort entstand ein zweiter Innenhof mit Pool und Restaurant und Grünanlagen. Aber wir hatten nunmal nur Ausblick auf einen leeren, halbgefliesten Pool, Gerüste und Bauarbeiter. Das Zimmer war O.K., 2 Schlafzimmer, 2 Bäder, ein großes Wohnzimmer und ein Balkon, der aber wie gesagt nicht sehr interessant war. Dies war also der neue Gebäudeteil. Mit kindlicher Neugier probierten wir alles aus. Der Fernseher funktionierte, Sanitär auch alles O.K., es war alles gut, bis ich die Klimaanlage ausprobierte. Denn irgendwie wurde es immer wärmer und roch seltsam. Na ja, vielleicht geht die ja nur abends. Ab zum Erkundungsgang im Hotel. Die neue Empfangshalle, eine große Halle, wunderschön im orientalischen Stil mit einer Glaskuppel, unter der eine Dame abends Harfe spielte, gefiel uns sehr. Der Pool verlockte beim ersten Anblick, sofort wurde die Tour abgebrochen und Schwimmzeug geholt. Und tatsächlich fanden wir unser Zimmer wieder, was wirklich nicht so einfach war. Back to pool besorgten wir uns 4 Liegen mit Auflagen, die Poolboys lächelten zwar beim vorbeigehen, aber was ist denn mit Handtüchern. Salam, do you speak german ? Es sinde kein Handtuche da, morgen vielleicht, sorry. Deutschland gut, mein Frau auch Deutsch. Na toll, war ja auch schon 13.00 Uhr, und alle Ägypter haben eine Frau in Deutschland, meist Hamburg oder München. Wenn es hier Liegen- und Handtuchkrieg wie in Spanien gibt werd ich irre. War aber nicht so, es gab immer genügend Platz, immer noch Idioten die ihr Zeug morgens hinlegten um es abends zu holen oder es einfach von den Poolboys freihalten ließen. Nur Handtücher gabs nicht. Erst war das Wasser sehr kalt, dann wunderbar. Und so schön groß, man konnte toll mit einem Ball oder Frisbee spielen, ohne das sich irgendjemand belästigt fühlte, es war klasse. Der erste Snack wurde am Pool-Snack eingenommen, war gut, nicht oberlecker, aber gut. Und teuer, mon dieux, Ägypten ist teuer, auch außerhalb des Hotels. Geneigter Leser, um eine kleine Rückkopplung wird gebeten, wobei kurze Sätze wie "gib mir mehr davon" oder "schwafel nicht so viel" oder "gähn" oder gar "ersticke dran" durchaus ausreichen. Vielen Dank
3. Mail:
Am Abend gingen wir zum essen, wir wollten gleich in das einzige Restaurant des Grand Resort gehen. Aber hier kam man nur mit Reservierung hinein, wir waren gespannt, ob dies auch im Grand Hotel so ist. Beim Überqueren der Straße halfen uns zwei Männer mit Uniform und Leuchtschwertern, die allerdings dann die Straße absperrten, wenn eh kein Auto kam. Das erste Restaurant gleich links sah sehr einfach und unatmosphärisch aus, hatte aber, wie sich später herausstellte, die nettesten Kellner, wobei gleich erwähnt werden soll, alle Kellner in den Restaurants waren sehr nett und stehts bemüht um einen. Also gingen wir dem Tipp von Sven folgend zu Strandrestaurant. Oops, da stand eine lange Schlange (Menschen). Nö, dann gehen wir dort morgen hin. Zurück zur Terrasse zum orientalischen Restaurant, da war es ganz leer ........ gewesen, jetzt standen da auch viele Leute. ??????. Wieder rein und links, also eigentlich rechts, denn wir kamen nun von der anderer Seite, auch da stand man an. Letzter Versuch, die Treppe hoch zum wohl vom Interieur nobelsten Restaurant, und tatsächlich gab es hier auch eine Schlange. Aber jetzt stellten wir uns auch brav an. Wir wunderten uns nur, da es von 18-22 Uhr essen gab, wieso man anstand. TATATA, hier gab es Einlaßzeiten, um 18,19,20 und 21 Uhr. Und dies waren auch die Weggehzeiten, Ende der Schicht, man musste aber nicht gehen. Dies hört sich eigentlich recht blöd an und wenn mir dass jemand vorher erzählt hätte, weiss nicht, ob ich dann gebucht hätte, aber das war echt kein Problem, am zweiten Tag wußten wir bescheid und richteten uns darauf ein, niemand stresste und zum Nachtisch gingen wir dann halt nochmal woanders rein, denn es gab nicht überall unsere heissgeliebte Wassermelone. Also keine Panik, es ist total in Ordnung mit dem Essen. Auch unser erstes Abendessen war lecker, verschiedene Fleisch- und Fischgericht, teils aus diesen allseits bekannten silbernen Behältern, (Tipp: immer hinter einer hübschen Frau ran an die Tröge, dann halten die nämlich die Deckel auf, ich kann das zwar auch alleine, aber die Deckel waren halt nur manchmal befestigt und es gibt keinen Platz auf dem Tresen um sie hinzulegen und mit zum Tisch nehmen ist eine lustige Vorstellung) teils vom Koch tranchiert und gereicht. Auch die Salate waren gut, und viel viel Brot. Der Nachtisch war süss und lecker, bischen wenig Obst. Und zu trinken wurde SAKARA vom Faß angeboten, sehr leckeres ägyptisches Bier, aber in diesem Restaurant gab es nur Flaschen. Satt und überdreht schlenderten wir zur Grand Mall, der Shopping-Arcade vor dem Resort. Solange man sich auf dem Teil direkt vor dem Hotel befand wurde man nicht angesprochen. Hier kauften wir Cola, Fanta und Wasser zu üppigen Preisen, Bier gibt es ausserhalb der Hotels nicht, weder zu kaufen noch im Restaurant. Ausser, ja ausser in Annas Mainzer Kaffeestube. Eigentlich sträuben wir uns alle vor derartigen Einrichtungen im Ausland, aber weil Bier bei der Hitze nunmal am besten den Durst löscht, schlichen wir ab und zu, getarnt als Briten, dorthin und tranken ein kaltes Bier. Um hier gleich mal was richtig zu stellen, mehr als 2 Bier am Tag haben wir nisch jetrunken. So, weiter im Programm, jetzt kamen sie, die ägyptischen Händler, mit dem tödlichen Gespür für Frischfleisch und Nichtneinsager. Hallo, woher kommst Du ? Wieso nicht erst in Englisch, fragten wir uns. Wir tragen weder Fussballtrikots noch irgendwelche T-Shirts mit Werbeaufdrucken. Und jetzt kommts: Ich : aus Berlin Er: ick bin ein Berliner Ich: Von wo aus Berlin ? Er: Komm in meine Laden, LuckiLucki machen undsoweiter. Es nutzt auch nichts, wenn man sagt, ich komme aus Hamburg, dann wird ein fröhliches Hummel Hummel geschmettert. Aber Bayern, da sagens nix, die Saupreissen, ägyptischen. Weiter also: Ich: Gut, aber bitte nicht mehr LuckiLucki sagen. Er: Schöne Frau, wieviel Kamele hast Du bezahlt ? Oh man, alle Vorurteile werden gleich am ersten Abend bestätigt. Hier sei wiedermal zur Rettung des Durschnittsägypters gesagt, dies wird wohl alles gesagt, weil man denkt, wir erwarten dies. Wir haben bis auf den Friseur und einen Duty-Free-Schnösel keinen unfreundlichen Ägypter kennengelernt. Die Ware im Shop lohnte einen Tausch nicht, so versprachen wir wiederzukommen um endlich herauszukommen, was nicht immer einfach ist. Und dann die Henna-Tattoo-Mafia, begabte Einheimische mit wieder mal fast perfekten Deutschkenntnissen wollen einem ein wunderschönes Tattoo machen. Aus unzähligen Vorlagen kann man auswählen, dann auf den Arm,Bein oder Po mit Kugelschreiber vorgemalt und mittels eines abgebrochenen Zahnstochers mit Henna übermalt. Haben wir's nun machen lassen, was war mit dem Friseur und sprechen alle Ägypter deutsch, dies alles später.
4. Mail:
Nun mal ein paar Worte zu den Restaurants. Als wir dann am nächsten Morgen nach einer viel zu heißen Nacht (die Klimaanlage heizt, aber wir hatten Glück, von 02.00 Uhr bis 05.00 Uhr war Stromausfall in unserem Zimmer) zum Frühstück das Restaurant vom Grand Resort aufsuchten, und nach ca. 20 Minuten reindurften, saßen wir an einem uns zugewiesenen, bemitleidenswerten Tisch. Was nun, kommt jemand und bringt Kaffee und Milch, oder bedient man sich selbst irgendwo. Irgendwann haben wir dann irdendwie Kaffee gesucht und irgendwo gefunden. Wir bedienten uns selbst, was auch hier so üblich war. Das Buffet war üppig und gut, ätzend die kleinen halbrohen Würstchen wie in jedem Hotel der Welt, außer in Gambia, da war das Frühstück schon spitze, aber sonst reichlich und viel. Warum gibt es eigentlich überall diese Würstchen (haben die hierfür getöteten Schweine nichts besseres verdient) genau wie es in Schullandheimen immer diese olle Zungenwurst gibt ? Abschweifung beendet. Die Atmosphäre in diesem Restaurant ist nicht schön, erinnert an ein Bierzelt zum Oktoberfest vom Gewusel her, und bullig warm wars auch, alles in allem nicht so schön. In der zweiten Woche haben wir dort doch mal zum Abend reserviert und gegessen, aber wieder wars hier viel zu heiß, voll und unatmosphärisch. Eigentlich sei gesagt, wer nicht reingeht, hat nichts versäumt. In den anderen Restaurants war es eigentlich nie hektisch, zum Frühstück wurde Kaffee und Tee ständig nachgeschenkt, wobei die Coffee-Keeper immer mit den Mädels flirteten, aber nicht aufdringlich. Am Strand gabs das beste gegrillte, im Swan-Restaurant die netteste Atmosphäre und immer Wassermelone, im orientalischen das schönste Licht am Morgen wegen der bunten Gläser in den Fenstern und der Decke und in dem großen Restaurant unter dem Swan ( weiß den Namen nicht, merkt man, oder ?) war immer das Essen leer, ausser der Kids-Corner, und da gabs endlich Pommes. Ach ja, das Bier vom Fass gabs auch in den anderen Restaurants nicht. Die Preise waren überall gleich, ausser im Fischrestaurant am Strand, wo die Shows ( die waren so grottenschlecht, das es einen schon fast amüsierte ) stattfanden, durfte man dann noch auf die Preise Bedienungsgeld und Steuer zahlen. Prost und Guten Appetit.
5. Mail:
Nach dem Frühstück wollten wir nach Downtown von Hurghada. Die Kleinbusse, die ständig neben einem anhielten und einen von der Notwendigkeit, mit Ihnen zu fahren, überzeugten, waren uns sehr suspekt. Nein, eigentlich hatte ich an den ersten Tagen die wildesten Phantasien, z. B. ausgesetzt in der Wüste ohne Punica, oder nackt am Straßenrand ( dieser Bericht kommt gänzlich ohne Erotik aus ) zu stehen. Aber später machte es mir einen Heidenspaß den Touristen zuzusehen wie sie versuchten den ausgehandelten oder stillschweigend vereinbarten Preis zu zahlen. 2 , ja ganze 2 von ca. 23 Beobachtungen gingen ohne Diskussion und Nachzahlen aus, wer weiß, was die von sich aus gezahlt haben. Halt mal, ich habe schon was anderes zu tun als Leute zu beobachten, aber wenn man vor der Duty-Free-Pyramide oder in Downtown auf das Hotel-Shuttle wartet bestimmt nicht. Und ausserdem machts Spaß. Dem Interessierten sei gesagt: 1 Pfund pro Person bis zur Pyramide, 2 Pfund bis Downtown, Kinderermäßigung gibt es nicht, bitte nicht handeln, einsteigen, mitfahren, aussteigen, bezahlen, ignorieren. Der kostenlose Shuttle-Service vom Grand-Hotel funktioniert eigentlich gut, nach Downtown und zurück mit Halt an der Pyramide; zum Schwesterhotel SIVA-BEACH-HOTEL ( Benutzung kostet nichts als GR-Gast ) , ca. 5 Minuten entfernt. Das sei hier sehr sehr sehr sehr empfohlen, denn entgegen Svens Meinung ( sorry ) finden wir den Strand vom Grand-Hotel enttäuschend. Der vom Siva-Beach ist fast weiß, feinsandig und das Wasser schimmert blau, kleine Sandbänke laden um Spazieren ein und viele viele Strandläufer, das sind kleine Krabben die immer seitlich laufen, falls es jemand nicht gleich gewußt hat. Doll auch der Pool unweit vom Strand, schöner als der im Grand-Hotel, aber nicht so schön wie im Grand-Resort, logisch. Es ist schon interessant, das ich eigentlich von der Fahrt nach Downtown berichten wollte und alles andere mitteile. Den Ausflug kann man sicher kurz beschreiben, aber ich schweife bestimmt ab, ich spürs schon förmlich. Um 10.00 Uhr fährt der Bus ab, wir pünklich um 10.15 Uhr dank unserer weiblichen Begleitung da, aber der Bus war noch nicht weg weil er noch nicht da war. Hektik machte sich breit und die Hotelangestellten hielten nun diese schon erwähnten Minibusse an und ferschten die Gäste hinein. Unschlüssigkeit war diesmal gut, denn da kam der Bus, ein Reisebus für ca. 40 Personen, indem wir dann zu 12. waren. Ein Hotelangestellter begleitete uns auf der Fahrt nach Downtown, gab uns ein wenig Sprachunterricht, sagte zu den Frauen "ich liebe Dich" und Nadine wollte er heiraten. Dann erster Halt an der Pyramide, weiter nach Downtown zum Basar. Sieht krass aus, aber man braucht keine Angst zu haben ( in Tunesien in den Kasbas hatten wir uns wesentlich unwohler gefühlt ). Alle Läden haben Klimaanlage, weshalb man eigentlich jeder Einladung gerne folgte. Drinnen gibt es alle möglichen Figuren aus Basalt, Alabaster und Granit, teilweise Marmor. Und schöne Parfümflaschen, echte Parfümessenzen, Schmuck und Papyrus. Und jeder Shop hat das Gleiche. Aber die Preise, wieviel konnte man handeln ? Woher kommst Du ? / Aus Berlin / Ick bin ein Berliner / Ich habe gestern Deinen Bruder getroffen / Wie meinst Du ? / na vor unserem Hotel ist auch einer aus Berlin / Hab schöne Parfüm für euch, bei mir kauft auch Chanel, bin eine Factory, probier mal Arabische Nacht. Man, das riecht wirklich gut, ein sinnlich betörender ( Nana, sauber bleiben ) Duft. Nur 2,50 EP pro Gramm. Dies ist die unverbindliche Preisempfehlung . Jetzt handeln, dachte ich, mehr als 2 Ep zahlst Du nicht. Ketir ( zu teuer )/ Wenn Du viel nimmst, nur 2 EP / Was ist viel ? / Gut, 1,5 EP / Lass mich mithandeln, Du machst ja alles selber / Alles echtes Parfüm, kein Öl / kann ich mal das Feuerzeug ranhalten ? / nix Alkohol, wenn, machen alle Öl ran, traust Du mir nicht ? / mach mal nen Tropfen in ein Wasserglas / weniger als 1 EP ist nicht gut. Wir gingen dann mit dem Versprechen wiederzukommen, bekamen kleine blaue Skarabäen als Geschenk. Von Shop zu Shop wurden wir besser im Handeln, kauften Figuren und Papyrus und Parfüm für 1 EP pro Gramm, welches erfolgreich den Feuer- und Wassertest bestanden hatte, es duftet zwar nicht die versprochenen 20 Stunden, aber es ist wirklich gut. Voll von kleinen blauen Sk. und der Bekanntschaft unzähliger Berliner und Hamburger, mit Wasser und Limo, alles billiger als vor dem Hotel verließen wir den Markt, es war schön, alle waren freundlich, hat uns echt gut gefallen. Apropos Papyrus, hier ist viel aus Bananenblättern oder Schilf. Läßt man einen Knicken und Falten ist es gut, sonst Finger weg. Den Hunger stillten wir dann bei dem einzigen Äqypter vor dem Hotel, der mit den vielen fiesen Wasserpfeifen, Fleisch in Fladenbrot ist oberlecker. Die nächste Tour war die Wüstensafari, eine typische Touri-Veranstaltung, aber es lohnt sich echt. Mehr demnächst.
6.Mail:
................ ........hier
Unter dem hier im obersten Stockwerk war unser 2. Zimmer. Eine Suite, zu der der Rundbalkon und auch noch eine Dachterrasse von 70 qm gehörte.Toller Blick, schönes Zimmer. Das erste im Baubereich haben wir am 3. Tag verlassen, denn der Strom fiel ständig aus und die Klimaanlage war wohl nicht reparabel. Wir wollten eigentlich nur um Reparatur bitten, aber man gab uns sofort ein neues Zimmer, eine Residential Suite. Eine Frau neben uns an der Rezeption hatte noch etwas Sand Ohr und tuschelte sofort aufgeregt, die da kriegen die Präsidentensuite. Sprechs mal aus, hört sich doch eher ähnlich an als wenn mans nur liest. Trau Dich, guckt keiner. Der Umzug gestaltete sich problemlos, es kam ein Kofferträger, allerdings ohne Kofferwagen. Nachdem ich ihm klarmachen konnte, das dies alles mitmuss und nicht auch schon Gepäck neuer Gäste war, klappte alles nach der Besorgung dieser hübschen Hotelkarren mit goldenem Bügel. Kurz vor dem Zuziehen der Tür sprach uns die Hausdame an, eine Deutsche, ob wir noch Probleme mit dem Strom hätten, vor zwei Tagen habe man ihr gemeldet, hier wär keiner. Unfähig zu einer angemessenen Reaktion ordnete ich mein Jing und Jang und lächelte leicht blöde. Das sich keiner gekümmert hatte wußte ich nicht, aber sich um eine Meldung über Stromausfall Tage später zu kümmern, fand ich lustig. Ich zog mit dem Kofferträger los, großes Hotel, sehr großes Hotel. Aber irgendwann waren wir da, in unserer Präsidentensuite. Doll, und so schön kühl. Und so groß und und und.
7. Mail:
Pünktlich um 8.30 Uhr trafen wir vor dem Grand Hotel ein, der Jeep wartete schon. Er sah ziemlich vertrauenserweckend aus. Unser Wasservorrat und wir 4, das größte zuerst genannt, setzten uns hinten rein, soweit nach vorne wie möglich, was sowas von goldrichtig war, Allah sei Dank. Vorne saßen der Fahrer, von dessen Fahrstil die Wüste ihren Namen bekam, der Reiseleiter und ein Kameramann, der den ganzen Ausflug filmte. Die angepriesene Klimaanlage entpuppte sich als im hinteren Bereich befindliche Glaszurseiteschiebevorrichtung. Aber das war im Nachhinein völlig ausreichend. Dann fuhren wir los, nach ca. 50 m stoppte die Kolonne aus ca. 5 Jeeps wieder. Es wurde ein wenig Bäumchen wechsle dich gespielt und wir bekamen ein Pärchen als Mitfahrer, die dann hinten saßen. Nach dann ca. 20 Minuten kam sie endlich, die Wüste, die faszinierende, tödliche, so facettenreiche Landschaft Unter Wüste habe ich mir immer nur Sand und sengende Hitze vorgestellt, aber hier gab es viele Steine, Büsche und Hügel. Wumm, da ging es los, eine Freude für jeden Chiropraktiker, wir hüpften im Jeep hoch und runter wie Flummis. Und ob sich das Pärchen in diesem Urlaub noch paaren könnte wagte ich zu bezweifeln. Jeepdach, Sitzbank (hart), Jeepdach, Sitzbank, man hörte es richtig knacken. Nein, die beiden weinten nicht, sahen aber irgendwie zermalmt aus. Ob sie kleiner geworden sind weiß ich nicht. Unser Fahrer war der krasseste von allen, war immer der schnellste, und wenn die anderen zu weit weg waren, wartete er, um dann wieder vorbeizubrechen, apropos brechen, das war eine sehr gute Idee, man sagt auch, das Frühstück ging mir nochmal durch den Kopf. Beruhigende Worte auf meine bangen Fragen wieso er auf kleine Hügel voll Power zufuhr, ohne zu wissen, was oder besser ob was dahinter ist, blieben den anderen bald im Halse stecken, denn wir flogen teilweise extrem rum. Es war irgendwie klasse, alle haben sich amüsiert. Dann endlich wurde uns ein Halt versprochen um eine Fata Morgana zu beobachten, die Manuela gleich entdeckte, schaut, sieht aus wie Menschen und Hütten. Es waren Menschen und Jeeps, die die Fata Morgana beobachteten, einen schönen See. Fotos und weiter. Schüttel, schaukel, flieg. Der nächste Halt, wir sollten einen steinigen Hügel raufklettern. Haben wir brav gemacht, der Jeep fuhr um den Hügel herum und stand unten. Endlich Treibsand, tief und zuckrig, Fernsehwüste. Schnell runter, sonst sinkt man ein. Unten gabs für die Überlebenden Wasser. Das ist das, was ich mit Touritrip meine, einen Hügel raufgeschickt zu werden um ihn wieder runterzurennen. Aber jederzeit wieder. Im Fernsehen hätt ich uns für Plemplem gehalten. Wir näherten uns dem Beduinendorf. Es sind sesshafte Beduinen, denen die ägyptische Regierung einen Brunnen gebohrt hatte, die vom Tourismus leben. Und nun die Kamele, alle rauf auf die Riesen, ein Beduine führte uns dann ca. 200 m, fotografierte einen und ging dann wieder logischerweise 200 m zurück. Runter, Bakschisch, die nächsten warteten schon. Ganz krieg ichs nicht mehr zusammen, aber wir machten viele Pausen in einem schattigen Verschlag, rauchten Wasserpfeife ( schmeckt mir nisch), tranken Tee (schmeckt mir nisch), dann kam einer wie der Langneseverkäufer im Kino rein, bloß das er Kräuter hatte. Wir haben uns den Brunnen angesehen, die Hütten und Brotbacken. Ein Tipp, es gibt ein paar Kinder dort, Lutscher kommen gut an, ich hatte nur Airways-Kaugummis, joi, können die weit spucken. Wir beobachteten den Sonnenuntergang, es war schön. Das Essen wird mitgebracht, war lecker, was übrigbleibt erhalten die Beduinen. Dann tanzen alle Männer, Beduinen und Jeepfahrer, einen Volkstanz.Und nun gehts zurück, es sieht toll aus, wenn man hinter sich die vielen Lichter der Jeeps durch die Wüste heizen sieht. Irgendwann hielten wir. Sowas schönes habe ich selten gesehen, der Sternenhimmel ist nicht mit Worten zu beschreiben. Wirklich, ich war sprachlos und überwältigt. Naja, irgendwann mußten wir weiter. Der Kameramann hat uns den ganzen Tag gefilmt, jeder Jeep hatte seinen Kameramann, man konnte das Video für 100 EP kaufen, ca. 60 DM. Es tat mir leid für die Kameraleute, es hat keiner eins gekauft, der ganze Tag für lau, aber ich brauchs auch nicht, vielleicht sollten die vorher einen fragen, ob man gefilmt werden möchte. Und tschüss..
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